Für Angehörige
Wenn dein Kind, deine Partnerin oder dein Partner oder ein guter Freund an einer Essstörung erkrankt, betrifft das die ganze Familie. Hier findest du erste Orientierung – und den Weg zu Unterstützung.
Du bist nicht allein
Viele Eltern, Partnerinnen, Partner und Freunde fühlen sich hilflos, wenn sie merken, dass sich das Essverhalten eines geliebten Menschen verändert. Oft wird die Erkrankung lange verheimlicht – aus Scham oder weil Betroffene selbst noch nicht wahrhaben wollen, dass sie krank sind. Das macht es schwer, die richtigen Worte zu finden.
Gleichzeitig kommt dir als Angehörige oder Angehöriger eine wichtige Rolle zu: Du kannst dazu beitragen, dass sich die betroffene Person Unterstützung holt. Dafür musst du keine Expertin und kein Experte sein.
Erste Anzeichen
Essstörungen entwickeln sich häufig schleichend und sind von außen nicht immer sofort zu erkennen. Einzelne Auffälligkeiten müssen nicht zwangsläufig auf eine Essstörung hindeuten – wichtig ist das Gesamtbild. Diese Beiträge helfen dir bei der Einordnung:
Körperliche und emotionale Warnsignale, mögliche Ursachen und wie du dein Kind unterstützen kannst.
Woran sich eine Magersucht äußern kann – und warum frühes Hinsehen hilft.
Was du tun kannst
Zeige echtes Interesse an den Gefühlen der betroffenen Person und vermeide Vorwürfe. Ein offenes, vertrauensvolles Gespräch ist wichtiger als die perfekten Worte.
Diskussionen über Kalorien, Portionen oder das Aussehen erhöhen oft den Druck. Sprich lieber darüber, was du beobachtest und wie es dir damit geht.
Ermutige die betroffene Person, sich Unterstützung zu holen – und biete an, beim ersten Schritt dabei zu sein.
Die Sorge um einen geliebten Menschen kostet Kraft. Es ist in Ordnung, wenn du dir selbst Unterstützung suchst.
Begleitung
Auch als Mutter, Vater, Partnerin, Partner oder Freund kannst du dich bei mir melden und dein Anliegen im Erstkontakt schildern. Bei minderjährigen Betroffenen besprechen wir gemeinsam, wie die Eltern passend einbezogen werden können.
Das Kennenlerngespräch (20 Minuten) ist kostenlos. Eine anschließende Begleitung ist kostenpflichtig.
Wichtiger Hinweis
Bei Essstörungen mit körperlichen Risiken – insbesondere bei deutlichem Untergewicht – ist eine begleitende ärztliche Betreuung mit regelmäßigen medizinischen Kontrollen Voraussetzung für eine ambulante Zusammenarbeit. Meine therapeutische Begleitung ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder medizinische Behandlung. Wenn der gesundheitliche oder psychische Zustand eine ambulante Begleitung nicht ausreichend erscheinen lässt, empfehle ich eine entsprechende weiterführende ärztliche, psychiatrische oder stationäre Versorgung. Bei akuten medizinischen oder psychischen Notfällen ist die Online-Praxis nicht die geeignete Anlaufstelle; in diesem Fall ist die örtlich zuständige medizinische Notfallversorgung bzw. ein Krisendienst zu kontaktieren.
Formen, Hintergründe und warum Essstörungen ernstzunehmende Erkrankungen sind.
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