
Warum ARFID mehr ist als sensorische Überempfindlichkeit
Manche Patient:innen können sehr genau sagen, was sie nicht essen können – aber nicht immer warum. „Das geht einfach nicht“,
Vielleicht kämpfst du oder dein Kind schon lange mit eingeschränktem Essen, Ängsten oder ständigen Sorgen rund um Mahlzeiten. Vielleicht hast du das Gefühl, niemand versteht wirklich, was gerade passiert. Damit bist du nicht allein.
Hinweis: Dieses Video enthält keine Heilversprechen. Jeder therapeutische Prozess verläuft individuell, und Ergebnisse können von Person zu Person variieren.
ARFID steht für Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder – auf Deutsch: Vermeidende oder restriktive Essstörung.
Ich war jahrelang selbst betroffen und kenne beide Seiten: die der tiefen inneren Not und die der therapeutischen Begleitung. Gerade bei ARFID erlebe ich oft, wie lange Betroffene oder Eltern mit ihren Sorgen alleingelassen werden.
In Wirklichkeit steckt oft viel mehr dahinter: tiefsitzende Ängste, Überforderung, negative Erfahrungen, ein starkes Kontrollbedürfnis oder sogar traumatische Erlebnisse.
Ich arbeite tiefenpsychologisch fundiert, bindungsorientiert und praxisnah. Das bedeutet:
ARFID zu verstehen bedeutet auch, das „Warum“ zu erkennen. Häufig spielen sensorische Empfindlichkeiten, belastende Erfahrungen oder das Bedürfnis nach Kontrolle eine Rolle – manchmal auch alles zusammen. Gemeinsam entwickeln wir neue Wege, damit Essen Schritt für Schritt wieder leichter und natürlicher werden kann.
Ich bin Sandra Kettner – Therapeutin mit Spezialisierung auf Essstörungen, insbesondere ARFID.
Mein Weg hierher ist nicht nur durch Aus- und Weiterbildungen geprägt, sondern auch durch meine persönliche Geschichte:
Ich war selbst viele Jahre von einer Essstörung betroffen.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Essen Angst macht, wenn das Umfeld nicht versteht, und wenn jede Mahlzeit wie ein Berg vor einem steht.
Heute arbeite ich mit Menschen aus verschiedenen Ländern – online und vor Ort – und begleite sie auf ihrem individuellen Weg.
Mir ist wichtig, dass du dich verstanden fühlst – und dass wir gemeinsam Strategien entwickeln, die zu deinem Leben passen.
Klarheit statt Unsicherheit – so läuft dein Start bei mir ab:
Wähle den Weg, der dir am leichtesten fällt – per Formular, E-Mail oder WhatsApp.
Wir sprechen über deine Situation, ich höre zu, stelle Fragen – und du bekommst sofort erste Klarheit und Orientierung.
Du erhältst eine klare Einschätzung und Vorschläge, wie wir gemeinsam weitergehen können – und du gehst mit einem Plan und neuer Zuversicht heraus.
Nein. ARFID ist eine anerkannte Essstörung, die weit über einfache Vorlieben hinausgeht. Es geht um Angst, Unwohlsein oder starke Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel, nicht um reine „Geschmacksfrage“.
ARFID entsteht oft aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren: sensorische Empfindlichkeiten, negative Erlebnisse mit Essen (z. B. Verschlucken, Würgereiz, Erbrechen), medizinische Beschwerden oder belastende Ereignisse. Häufig entwickeln Betroffene im Laufe der Zeit eine feste, innere Überzeugung, dass bestimmte Lebensmittel gefährlich, eklig oder unmöglich zu essen sind. Diese „Essstörungsstimme“ kann sich so real anfühlen, dass sie jede andere Sicht übertönt.
Der Gedanke, etwas Neues oder Unbekanntes zu probieren, löst dann nicht nur Unbehagen, sondern oft echte Panik aus. Das führt dazu, dass die Auswahl an Lebensmitteln immer kleiner wird und die Essenssituation zunehmend mit Angst, Stress und Vermeidungsverhalten verknüpft ist. Die eigentliche Ursache ist deshalb nicht nur „das Essen an sich“, sondern die Art, wie die Betroffenen gelernt haben, darüber zu denken und zu fühlen.
So früh wie möglich – je eher man versteht, was hinter dem Essverhalten steckt, desto leichter lassen sich festgefahrene Muster verändern. Bei Kindern arbeite ich meist über die Eltern, bei älteren Kindern und Erwachsenen direkt.
Wir sprechen über deine aktuelle Situation, deine Fragen und Ziele. Du erhältst erste Einschätzungen und Impulse, und wir besprechen, wie eine Begleitung aussehen könnte – ohne Verpflichtung, direkt zu starten.
Das ist sehr individuell und hängt von der Ausprägung, der Lebenssituation und dem Tempo der einzelnen Schritte ab. Manche begleite ich über Monate, andere über einen längeren Zeitraum.
Die meisten meiner ARFID-Sitzungen finden online statt, um flexibel auf Alltag und Wohnort der Betroffenen eingehen zu können.
Schreib mir über das Kontaktformular oder per E-Mail. Wir vereinbaren ein Erstgespräch, in dem wir die Situation besprechen und gemeinsam einen passenden Plan entwickeln.
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